WE FLIP OUT! Die Abgründe des Modejournalismus

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INSTYLE

Dass der Boulevard natürlich auch im Modejournalismus seinen ganz eigenen Platz hat, ist nichts neues. Auch, dass jede Seite Klicks generieren muss, um zu überleben – keine Neuigkeit. 

Doch in Zeiten der ausgerufenen Medienkrise, überschlagen sich absurde „OMG“, „WTF“ und „FREMDGERÜCHTE und er hat SO reagiert“ Artikel, die unangenehm werdend nach Aufmerksamkeit schreien. 

Dass eben diese Publikationen ihrem Verlagshaus sehr regelmäßig die aktuellen Zahlen, Seitenaufrufe liefern müssen, ist klar. Doch oft genug fragt man sich, ob diese zu Erreichen, nicht auch irgendwie anders zu schaffen ist – als so: 

„Määäädels! Channing Tatum ist wieder zu haben (In Style)“, „Zayn Malik löscht alle Instagram-Posts: Will er Gigi so vergessen?!“ (Grazia) „Neue Liebe: Datet Brooklyn Beckham Playboy-Model Lexi Wood?“ (VOGUE)

Dabei stehen wir vor einem sich wiederholenden Konzept. 

Fragen stellen, Fragezeichen und Ausrufezeichen aneinanderreihen. Funktioniert. Floskeln benutzen. Diese „Trend-Teile“ sind „super angesagt“ und mit „diesen Pieces“ kommt ihr „durch die Saison“. 

WICHTIG: die zu betonenden Artikel auch dementsprechend zu schreiben – groß also. DIESE Trend-Artikel, DAS trägt jetzt, mit DIESEN Pieces übersteht ihr den Sommer, „Carrie Bradshaw: DESHALB hat sie sich für Mr. Big und nicht für Aiden entschieden“ (Hot Stories, Grazia Magazin). 

Inhaltlich funktioniert eigentlich immer die britische Elite, geklickt werden die Stories der Royals. „Diese zwei… sind einfach die Definition von #couplegoals ❤️ Findet ihr nicht auch?“ schrieb In Style Germany letztens auf Instagram. 

Hier unsere Favoriten.

VOGUE

VOGUE

GRAZIA

VOGUE

VOGUE

GLAMOUR

JOLIE

TRÈS CLICK

IN STYLE

IN STYLE

IN STYLE

IN STYLE

INSTYLE

TRÈS CLICK

TRÈS CLICK

Category: News

Von: Carl Jakob Haupt

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