Kidnapped: Plötzliches Ende von Teenie-App Musically

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OH EM GEEE! Musically, die App in der lippensynchron die neuesten Pophymnen in 15-sekündige Videos verpackt werden, wurde über Nacht gelöscht! Dafür transferierte man 200 Millionen pupertierende Nutzer ungefragt auf die Schwester-App namens Tik Tok.

Die Entwickler der App, Alex Zhu und Luyu Yang, verkauften Musically letztes Jahr an die chinesiche Firma Bytedance für eine satte Milliarde USD. Obwohl der Fame von zahlreichen Influencern (Jacob Sartorius, Lisa & Lena, Cameron Dallas) ihren Ursprung auf Musically hatten, war das Ablaufdatum des Hypes um die Play-Back-App schon länger in Sicht. Die radikale Fusion mit der hauseigenen App Tik Tok ist ein Versuch des chinesischen Medienunternehmens sich von dem Trash-Image Musciallys loszusagen.

Tik Tok App Poster

Tik Tok hat eine breitere Funktion: In ihr kann man als 15-Jähriger mit langer Weile nicht nur schlechte Musikvideos, sondern auch Comedyclips, Tutorials und Memes produzieren. Denn seit dem Ableben von Vine (#RIP) existiert eine klaffende Lücke in dem Bereich. Zudem hat Tik Tok 500 Millionen aktive Nutzer, hauptsächlich in China, während Musically auf gerade mal 60 Milionen kommt.

Ein Neustart ist sicherlich auch auf die Kritik an den laschen Jugendschutz von Musically zurückzuführen. Es war zu leicht für erwachsene Nutzer nach sexuell aufgeladenen Videos von knappbekleideten Minderjährigen zu suchen (unter #bellydance). In der neuen App wollte man eindeutig sexuelle Inhalte von Kinder und Jugendlichen aussortieren. Aber selbst mit dem Filter bleibt uns das überdrehte Rumgezappel der Gen-Z auch in Zukunft wohl nicht erspart.

Unser Fazit: “I’m too old for this shit.” – Roger Murtaugh

Category: News

Tags: app, Gen-Z, Musically, Tik Tok

Von: Thao Le Minh

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